PHÄDRA

von Jean Racine

Am Beginn der Geschichte steht eine brennende Liebe, die von Verleumdungen, Rache, Mord und überschäumenden Gefühlen erzählt. Phädra, Gattin des Theseus, König von Athen, liebt ihren Stiefsohn Hippolytos. Als sie erfährt, dass ihr Mann in der Fremde gestorben ist, gesteht sie die verbotene Leidenschaft. Hippolytos jedoch liebt Aricia und will sein restliches Leben mit ihr verbringen. Dann kehrt Theseus überraschend zurück und stößt auf eine Mauer des Schweigens und der zerrütteten Verhältnisse. Ein Feldzug der Vergeltung und des Sterbens beginnt.

Racine ist der Vollender der klassischen Tragödie. „Phädra“, sein letztes Bühnenwerk, ist ein Höhepunkt seines Schaffens. Hier verarbeitete der Dramatiker in strikter Versform ein skandalöses Thema, den versuchten inzestuösen Ehebruch – obsessive Leidenschaft trifft auf gedankliche Schärfe. Seit jeher gilt die Titelrolle als eine Herausforderung an große Schauspielerinnen, der sich u.a. Sarah Bernhardt, Maria Wimmer, Jutta Lampe und Gisela Stein mit beeindruckenden Interpretationen stellten. Jetzt also ist es an Sunnyi Melles, der ausweglosen Leidenschaft ein Gesicht zu geben.

Regie Matthias Hartmann
Bühne und Kostüme Johannes Schütz
Dramaturgie Andreas Erdmann
Licht Peter Bandl
Ensemble Sunnyi Melles, Hans-Michael Rehberg, Paulus Manker, Sylvie Rohrer, Therese Affolter, Philipp Hauß, Brigitta Furgler, Merle Wasmuth

Eine Produktion des Burgtheaters Wien, in Koproduktion mit den Salzburger FestspielenPremiere am 18. August 2010 in Salzburg  

Im Rahmen des Hamburger Theaterfestivals 2010

Diese Festival-Produktion wird gefördert von Hildegard und Franz-Günter Wolf.

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