Große Freiheit Nr. 7

„Seemanns Braut ist die See“ so hoffnungsvoll programmatisch wie traurig klingt es in „La Paloma“, dem auf allen Meeren der Welt bekannten Song, den auch Helmut Käutner 1944 für seinen Film „Große Freiheit Nr. 7“ verwendet hat. Mit diesem Film hat er in den härtesten Kriegsjahren einen Mythos für Hamburg geschaffen, in dem vor allem die Sehnsucht die Menschen umtreibt. Der alternde Seemann Hannes Kröger scheint nach vielen Jahren auf See bei seiner Geliebten Anita auf der Großen Freiheit in St. Pauli sein Zuhause gefunden zu haben. Hier unterhält er seit Jahren die Gäste mit den berühmtesten Hamburger Liedern. Doch als die wesentlich jüngere schöne Fremde durch einen Zufall in sein Leben tritt, wird er nachdenklich. Erst durch sie lernt er eine völlig neue Welt kennen, die Welt des einfachen bürgerlichen Mädchens. Plötzlich scheint dem ewigen Seemann der Gedanke sesshaft zu werden ganz nahe liegend. Doch als er sich mit Jadranka verloben will, muss er feststellen, dass sie sich mehr für den jüngeren Scholz interessiert und sich eigentlich längst entschieden hat. Hannes muss Abschied nehmen - und offen bleibt, wie viel Wahrheit in „Seemanns Braut ist die See und nur ihr kann er treu sein“ wirklich steckt.

Premiere am 23. April 2010 im Thalia Theater

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Pressestimmen zu Große Freiheit Nr. 7

Kommentare

Ich war gestern im Sück und hatte dauerhaft meine Freude daran. Träumerisch, gedankenversunken und etwas melancholisiert ging ich zur Lesung von Kai Maertens und Leena und der St. Pauli Abend wurde gänzlich abgerundet. Danke dafür
Daniel Ullerich, 07.01.11

Wir waren am 19.11.10 zum ersten Mal als Berliner im Thalia Theater in der "Großen Freiheit Nr. 7", mit großen Erwartungen. Leider sind einige Passagen der Inszenierung etwas langatmig und es scheint nicht so einfach zu sein, den großen reduzierten Bühnenraum wirkungsvoll zu bespielen. Dennoch sehr unterhaltsam! Liebe Grüße Wir kommen wieder.
Gottfried Grafe, 02.12.10

Bis zum Schluss
So ein Mist. In der ersten Minute wird auf die Bühne gekotzt. Jedes Bahnhofsklo hätte ich sofort verlassen. Hier wurde man gezwungen bis zum Schluss zu bleiben da keine Pause war. Frechheit was mit Staatsgeldern finanziert wird.
Matthias Menzel, 23.06.10

Bei Verriß - HINGEHEN
Recht haben Sie! Somit ein verläßliches Maß, das die Theaterkritiken des sogenannten Feuilletons sogenannter Hamburger Zeitungen in ihrem Unvermögen und ihrer Hilflosiskeit da abliefern. Bei Verriß - HINGEHEN! Eigentlich bedauerlich, aber leider sehr wahr !
Claus Bahrner, 17.05.10

Millionengeschäft?
Große Freiheit Nr.7 war ein Millionengeschäft als Film, weil Kunstwerk. An das Theaterstück im Thalia wird sich nach einem halben Jahr kaum einer und der nur mit Bitterkeit erinnern. Szenen, Bühnenbild: rotierendes Gerüst. Geist, Witz, unterhaltende Dialoge fehlen. Musik? Das Stück ist doch durch seine Schlager weltberühmt geworden. Was hört man hier?...
Inga Bierfeld, 16.05.10

Trauerspiel?
Ich bin heute deprimiert aus dem Theater gegangen, (mußte einen Cognac haben). War ich in einem Trauerspiel? Was hatten Auge und Ohr davon? Habe leider erst hinterher die Kritik des H. Abendblatts gelesen, der ich noch einiges mehr hinzuzufügen hätte. - Theater soll doch unterhalten und auch überraschen! Letzteres ist schon weg, wenn man zu Beginn die offene triste Bühne sieht und weiß vorweg, daß das Rumturnen auf dem Gerüst ein ganz wichtiger Teil der Handlung ist. (Dabei soll man sich wohl was denken). Eine solche Inszenierung kann sich nur ein subventioniertes Theater leisten. Ich bedauere die ausgezeichneten Schauspieler.
Heinrich Obermeier, 16.05.10

Echt Hambusch
Es gibt ja auch Sachen, auf die man sich verlassen kann: wenn Maike Schiller im Abendblatt ein Stück verreißt, ist es meist super: Die Große Freiheit is´ echt Hambusch. Danke!
aus dem Gästebuch, 11.05.10

Melancholisch beschwingt
Liebes Thalia Theater ich war mit meiner Frau auf der Premiere von "Große Freiheit" und es hat uns sehr gut gefallen. Auch wenn die Geschichte vielleicht etwas dünn ist, so war doch Luk Percevals Bilderproduktion und vor allem das Zusammenspiel von Musik und Text ganz außergewöhnlich. Wir sind ganz melancholisch beschwingt nach Hause gegangen. Herzliche Grüße
Aus einem Zuschauerbrief, 28.04.10