4.48 Psychose

von Sarah Kane
Regie Pedro Martins Beja
Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin

Wie groß kann ein Ereignis sein, das die Kraft besitzt, ein ganzes Leben zu bestimmen? – In Sarah Kanes „4.48 Psychose“ sind einige Hinweise gestreut, die auf ein solches verweisen: Erinnerungssplitter, Ahnungen, Spuren vergangener Verletzungen. Doch was passiert, wenn die große Gesellschafts-Therapie-Maschine, die die Heilung verspricht, nicht mehr rund läuft, stottert und schließlich versagt? Die trennende, spiegelnde Membran zwischen den scheinbar Normalen und den Anderen ist dünn und wird ständig neu beschrieben mit den Fragen an das eigene Leben und seiner unausweichlichen Endlichkeit. – Um 4:48 Uhr, dem Moment der größten Klarheit, kann das Sprechen beginnen.

Pedro Martins Beja *1978. Seit 2006 Regiestudium an der HfS „Ernst Busch“ Berlin. Während des Studiums Hospitanzen bei Thomas Ostermeier, Luk Perceval und René Pollesch. Gewinner des Jurypreises des 100° Festivals 2008 mit „Berlin Alexanderplatz oder was (eine Annäherung könnte man meinen nee ehrlich)“ nach Alfred Döblin. Weitere Arbeiten: 2008 „The Cocka Hola Porno LookALike“ nach Matias Faldbakken; 2009 „4.48 Psychose“ von Sarah Kane und „Permanent Vacation – Fuck My Crisis“ nach Erich Kästner im bat- Studiotheater. In Vorbereitung: 2010 Diplominszenierung „Die Kontrakte des Kaufmanns“ von Elfriede Jelinek an der Schaubühne Berlin.

Ausstattung Peter Schubert
Musik Markus Steinkellner
Dramaturgie Gordon Florenkowsky
Es spielen Hanna Binder, Tilman Strauß, Sebastian Zimmler
Studienprojekt des 3. Studienjahrs 2009
Aufführungsrechte Rowohlt Verlag
Spieldauer 60 Minuten

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